Wir hören auf

Nach neun erfolgreichen Jahren beenden wir Ende des Jahres 2019 unsere Arbeit endgültig. Wir bedanken uns bei all unseren Unterstützern für ihre zum Teil sehr lange Treue und wünschen unseren Kindern und Familien alles Gute für ihre Zukunft.

Telefonisch bleiben wir für euch bis 2021 weiterhin erreichbar. Vor allem Stefan ist ja nicht aus der Welt. Er wohnt weiterhin in seiner Wohnung in Hellersdorf.

Woran liegt es, dass wir nun die Arbeit einstellen?

Die Antwort lautet: Am Personal. Wir sind einfach viel zu wenig Menschen, die sich um viel zu viele andere Menschen kümmern. Vor allem samstags auf dem Spielplatz, sind es nur Anja Klein und Stefan Burgel. Zwei Leute für bis zu 80 Kinder. Die Familienarbeit macht Stefan komplett allein. Lediglich bei den Finanzen hat er starke Rückendeckung, da im Hintergrund vor allem mit Sandra Theiß eine herausragende Buchhaltung steht.
Dieses Problem verfolgt uns schon seit Jahren. Bisher hatten wir alles irgendwie ausgehalten, haben gehofft, gebetet und herumgefragt, ob uns denn nicht noch jemand personell vor Ort unterstützen könnte. Aber ohne Erfolg. Wir arbeiten alle ehrenamtlich für den Verein und haben noch einen anderen Job. Und auch eine neue Person hätte sich ehrenamtlich bei uns einbringen müssen, denn so hoch waren die Einnahmen dann doch nicht, dass wir jemand hätten einstellen können.

Wie geht es weiter?

Das Jahr 2019 startet zunächst wie gehabt. Im Laufe des Jahres werden wir uns nach und nach immer weiter zurückziehen und uns von den Kindern, Eltern und Kooperationspartnern verabschieden.
Unser Gründer und Leiter Stefan Burgel selbst wird seine Energie jetzt deutlich stärker in die Schule, in der er arbeitet stecken. Diese ist ja direkt im Kiez und einige Kinder vom Spielplatz besuchen diese. So hat er sich schon in der Vergangenheit dort investiert und hat schon einige Pläne für Projekte, die er bereits 2019 ins Leben rufen wird, um den Kindern über den Hort möglichst viel von dem wiederzugeben, was er sonst „nebenbei“ bei den Überlebenskünstlern geleistet hat. Wer diese Arbeit in der Schule finanziell unterstützen will kann das natürlich auch tun. Wir sind sicher, dass das Geld auch in diesem Fall gut investiert ist und da ankommt, wo es soll. Dazu können Sie in Zukunft an den ebenfalls gemeinnützigen Förderverein der Kolibri-Grundschule spenden.

Kontoinhaber: Verein der Freunde und Förderer der Kolibri-Grundschule e.V.
IBAN: DE32 1005 0000 0190 5309 52
BIC: BELADEBEXXX
Verwendungszweck: Stefan Burgels Projekte und AGs

Der Verwendungszweck ist natürlich enorm wichtig, damit das Geld auch wirklich bei Stefans Projekten und AGs ankommt und nicht im allgemeinen Bedarfssaft der Schule verläuft. Er verspricht, dass er alles tun werde, damit das Geld sinnvoll und für die Kinder investiert wird und nicht zum Streichen von irgendwelchen Räumen oder anderen Dingen, die auch aus anderen Geldtöpfen bezahlt werden können.

Was ist nun also das Fazit aus den letzten Jahren? Was ist geblieben?

Wie gesagt: Stefan selbst bleibt im Kiez, wird weiterhin Ansprechpartner sein und wird sich mit ein paar Kollegen in der Schule zusammentun, um nun als größeres Team auch größeres leisten zu können. Natürlich tut es weh, einen Verein nach neun Jahren zu beerdigen. Rückblickend klingt es fast wie ein Märchen. Gott hat uns eine Türe nach der anderen geöffnet. Wir haben uns über all die Jahre insgesamt um 761 Kinder aus 312 Familien gekümmert. Wir haben Tonnenweise Essen kostenlos an hungernde Kinder verteilt, wir haben literweise Wasser und Tee an durstige Kinder verteilt. Wir haben unzählige Stunden zugehört, fast 20 Meter Pflaster verklebt, drei Platzwunden versorgt, ein Dutzend mal die Polizei verständigt, mehrere Krankenwageneinsätze initiiert, geschätzt 50 Kinder zum Kindernotdienst begleitet, viele viele Gespräche mit Behörden, Ämtern und Schulen geführt, ca. 40 große Ausflüge ins Schwimmbad, den Zoo, Kino oder Museen organisiert und durchgeführt, sind bestimmt 100 mal mit den Kindern an den See zum Baden gegangen und vieles vieles mehr. Bei unseren Aktionen gab es nicht einmal schwere Verletzungen, die einen Notarzteinsatz nötig gemacht hätten. Wir haben so viele Kinder heranwachsen sehen, sie zum Teil bis ins Erwachsenenalter begleitet. Und all das zu zweit. Vieles sogar allein, da Anja „nur“ samstags auf dem Spielplatz unterstützt hat. Das war eine phänomenale Unterstützung, die wir nicht kleinreden möchten. Als Studentin sich nebenher so für die Kinder ins Zeug zu legen ist alles andere als selbstverständlich!

Als gläubige und bekennende Christen sind wir davon überzeugt, dass all das nur deswegen so unglaublich gut funktioniert hat, weil Gott es so wollte, dass wir das nur deswegen so lange durchgehalten haben, weil er uns die Kraft dafür gab. Und dass wir nur deswegen aufhören müssen, weil er uns jetzt woanders einsetzen möchte. Und für Stefan Burgel ist das ganz klar die Kolibri-Grundschule in Berlin-Hellersdorf! (http://kolibri-grundschule.de/)

Abschließend wünsche wir ein segensreiches Jahr 2019. Und bedanken uns vor allen Dingen bei Stefan für all sein Wirken, sein Engagement, seine Geduld, sein Eifer und all das, was er all die Jahre in Berlin in all diese Kinder investiert hat. Stefan Du warst und bist unglaublich!

Euer Team, der Überlebenskünstler

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